3 Tipps im Umgang mit dem inneren Kritiker

Wir kennen ihn alle. Meist meldet er sich, wenn wir ihn am wenigsten gebrauchen können. Gestatten: der innere Kritiker.

 

Er ist diese Stimme in unserem Kopf, die wir oft nicht einmal bewusst bemerken.

  • Immer hat er etwas auszusetzen.
  • Wir können es ihm nie recht machen. Und:
  • Er klingt so überzeugend, dass wir ihm auch noch Glauben schenken.

 

Woher kommt der innere Kritiker?

In den meisten Fällen haben Bezugspersonen wie Eltern, Lehrer oder Trainer uns angetrieben und unsere Leistungen bewertet. Kinder sind sehr anpassungsfähige Wesen, und so verinnerlichten wir Sätze wie

 

  • "Wenn Du es nicht ordentlich machst, lass es gleich bleiben!"
  • "Streng Dich doch mal mehr an!"
  • "Das schaffst Du doch sowieso nicht!"

Inzwischen weiß man jedoch aus der Forschung, dass positive Erwartungshaltungen zu besseren Leistungen führen - auch genannt Pygmalion-Effekt, nachzulesen bei Wikipedia.

 

Im meinen Work and Life Coachings staune ich immer wieder, wie kollektiv wir uns selbst fertigmachen. Eine ungeheuer destruktive Denkweise, unter der meine Klient*innen massiv leiden.

Wie also den inneren Kritiker zähmen?

 

1. Enttarnen.

Beobachten Sie sich in Situationen von Stress oder Angst. Spüren Sie nach: "Was habe ich gerade über mich gedacht?" Schnell werden Sie den inneren Kritiker bemerken, der mit Verurteilungen auf Sie abzielt.

 

2. Integrieren.

Fragen Sie sich: "Welche gute Absicht steckt hinter dem Anpeitschen meines inneren Kritikers? Was wünscht er sich eigentlich für mich?" Auch strenge Eltern oder fordernde Trainer hatten im Grunde eine positive Intention. 

 

3. Seien Sie toleranter Gastgeber.

Stellen Sie sich vor, Ihre Persönlichkeit bestehe aus vielen Anteilen. Vergleichbar mit einer Feier, zu der Sie geladen haben. Zu Gast sind Ihre Anteile wie Ihr innerer herzlicher Gutmensch, Ihr innerer lustvoller Genussmensch und so weiter. Wie ein toleranter Gastgeber lassen Sie auch Ihren inneren Kritiker rein. Aber sorgen Sie dafür, dass er Ihnen nicht die Party vermiest! Sagen Sie so etwas wie

  • "Okay, hör zu, Du bist eingeladen hier zu sein und ich weiß, dass Du mich eigentlich magst."
  • "Aber ich werde mich mit anderen Gästen unterhalten."
  • "Wenn ich Deine Ratschläge brauche, melde ich mich! Danke!"

Dieses Bild hat sich als sehr hilfreich erwiesen.

 

Wenn Sie jedoch merken, dass Sie zu sehr unter Ihrem inneren Kritiker leiden, kann es im Coaching hilfreich sein, dass wir uns Ihre Erfahrungen genauer ansehen. 

 

Nehmen Sie dazu gerne Kontakt mir mir auf. Ich freue mich auf Ihre Nachricht!