Wie EMDR wirkt

In diesem Beitrag erfahren Sie, was es mit der Methode auf sich hat. Außerdem möchte ich Ihnen erklären, warum es für Sie eine effektive Möglichkeit ist, negative Glaubenssätze aufzulösen.

 

Negative Glaubenssätze sind so etwas wie ein Filter, durch den wir unser Erleben bewerten. Wenn ich über mich denke "Ich bin wertlos", dann werde ich mehrheitlich solche Erfahrungen registrieren, die diesen Glaubenssatz bestätigen. Darum ist es so wichtig, die eigenen Glaubenssätze kritisch unter die Lupe zu nehmen.

 

EMDR bedeutet Eye Movement Desensitization and Reprocessing: Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegung.

 

Klingt komplizierter als es ist. Die Idee dahinter ist, dass belastende Erinnerungen im Gehirn so abgespeichert sind, dass eine normale Verarbeitung nicht möglich ist; sie verbleiben isoliert als Belastung (i.d.R. als negativer Glaubenssatz) haften.

 

Trigger in der Gegenwart können jederzeit die belastende Erinnerung in derselben Intensität wie ursprünglich hervorrufen. Das ist der Grund, warum ein ruppiges Wort vom Chef Sie vielleicht wie ein kleines Kind fühlen lässt: "Was hast Du denn nun schon wieder angestellt?"

 

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In der EMDR-Sitzung bearbeiten wir nun Ihr belastendes Material, wie es im Fachjargon heißt. Verkürzt formuliert leite ich Sie an, emotional Kontakt zu einer Schlüsselsituation aufzunehmen. Gleichzeitig bleiben Sie durch angeleitete Augenbewegungen in der Gegenwart. Man nimmt an, dass dies das Erinnerungsnetzwerk stimuliert. Dadurch entstehen neue Gedanken, Bilder und Emotionen; der Verarbeitungsprozess kommt in Gang.  

 

Sie schreiben sozusagen die ins Stocken geratene belastende Erinnerung fort. Dadurch ist eine sofortige Erleichterung Ihres Erlebens und damit die Veränderung Ihres bisherigen Glaubenssatzes verbunden.

 

Wie genau das neuronal funktioniert, ist derzeit noch nicht ganz erforscht. Sehr wohl jedoch die Wirksamkeit! So hat der wissenschaftliche Beirat Psychotherapie im Jahr 2006 EMDR als Verfahren zur Behandlung der Posttraumatischen Belastungsstörung anerkannt. Mehr dazu hier.

 

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Entdeckt wurde diese Methode von einer US-amerikanischen Psychologin Francine Shapiro Ende der achtziger Jahre. Die Entwicklung des Vorgehens kann nur als Erfolgsgeschichte bezeichnet werden. Genaueres beschreibt der Wikipedia-Eintrag zu EMDR.

 

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Wichtig:  

 

EMDR ist ursprünglich eine Methode aus der Traumatherapie zur Behandlung traumatisierter Patienten.  Da ich Coach bin, behandle ich Ihre negativen Glaubenssätze und keine Traumata. Wir werden im unverbindlichen Kennenlerngespräch herausfinden, ob Sie besser bei einem anerkannten EMDR-Therapeuten aufgehoben sind!

 

Erfahren Sie mehr über die Abgrenzung von EMDR-Coaching zu Traumatherapie in diesem Blog-Beitrag.